Globalisierte Geschlechterverhältnisse oder: Was haben Putzfrauen aus Osteuropa und Näherinnen aus Bangladesch mit globalem Lernen zu tun?

Abstract

Der Beitrag zeigt die Produktivität der Kategorie Geschlecht für die Analyse globaler Verhältnisse. Um Entwicklungen in nationalen Geschlechterverhältnissen verstehen zu können, ist der Blick über den nationalen Tellerrand notwendig. Zugleich bleibt die Beschreibung globaler Prozesse ohne die Analyse darin eingelagerter Geschlechterverhältnisse unvollständig. Die Kategorie Geschlecht fungiert als Brennglas, das Widersprüche aufzeigt und Anschlussfragen herausfordert, die sich sowohl auf die Mikroebene des eigenen Handelns als auch auf politische Steuerungen beziehen. Globale Gerechtigkeit als Zielkategorie globalen Lernens ist ohne Geschlechtergerechtigkeit weder zu denken noch zu erreichen.

Menz, Margarete (2019): Globalisierte Geschlechterverhältnisse oder: Was haben Putzfrauen aus Osteuropa und Näherinnen aus Bangladesch mit globalem Lernen zu tun? In: Benk, Andreas (Hg.): Globales Lernen. Bildung unter dem Leitbild weltweiter Gerechtigkeit. Ostfildern, S. 89-97

AOR’in Dr. Margarete Menz