"Alle Macht den Quoten!"

Quote, ja? Aber reicht das? Hier die Zusammenfassung des dritten "Dialogue Matters"-Abends am 12. Dezember 2019.

Auf dem Podium diskutierten am 12.12.2019 Prof. Dr. Silke Laskowski (Juristin, Universität Kassel) gemeinsam mit folgenden Vertreter*innen der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd: Prof. Dr. Andreas Benk (Kath. Theologie), Michaela Gruber (Finanzverwaltung), Maximiliane Streckfuß (Studentin).

Zur Frage, ob und inwiefern Quoten legitime Instrumente zur Herstellung von struktureller Gleichberechtigung in beispielsweise Parlamenten und Aufsichtsräten seien, wurde im Rahmen des dritten Diskussionsforums „Dialogue Matters“ diskutiert.

Die Diskursbeiträge bewegten sich zwischen der Ebene einer individuellen Leistungsbereitschaft im Rahmen eines meritokratischen Systems und einer strukturellen Ebene, die auch eine in den gesellschaftlichen Strukturen verankerten Benachteiligung von u.a. Frauen in den Blick nimmt.

Spricht eine Quote Frauen folglich ihre eigene Leistung ab? Oder ist sie tatsächlich wirkungsvolles Instrument, um Gleichberechtigung herzustellen? Letztere Perspektive wurde punktuell auch durch Beiträge zu einer intersektionalen Gesellschaftsanalyse aufgebrochen: Eine Frauenquote in Parlamenten vernachlässige beispielsweise Aspekte sozialer Herkunft und weiterer potentieller Diskriminierungs- und Benachteiligungsstrukturen. So müsse auch die Repräsentanz von beispielsweise People of Color, Menschen mit Behinderung oder Nicht-Akademiker*innen gefördert werden – mit oder ohne Quotenregelung.